Mindestlohnaktion am Bundestag

Würde kennt keine Ausnahmen! Und beim Mindestlohn darf es keine Ausnahmen geben! Ihre Position hat die DGB Jugend vor der ersten Lesung des Mindestlohngesetzes an den Bundestag gestrahlt.

Bundestag

Darmstädter Echo berichtet lieber ohne Kommentarfunktion

Das Darmstädter Echo berichtet in der Internetausgabe (www.echo-online.de) über den Mindestlohn für Zeitungszusteller. Dabei lässt die Publikation sowohl Befürworter als auch Gegner einer fairen Vergütung zu Wort kommen. Bemerkenswert ist allerdings, dass, anders als bei anderen Artikeln, die Kommentarfunktion abgeschaltet ist. Schade. In diesem Punkt würde uns die Meinung der Leserschaft besonders interessieren.

Zu dem Artikel des Darmstädter Echo.

Gabriel: Diskussionsbedarf beim Mindestlohn für Zeitungszusteller

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wird in der Mittelbayrischen Zeitung zitiert. Grundsätzlich solle der Mindestlohn für alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren gelten. Unter Anderem für Zeitungszusteller gebe es aber Diskussionsbedarf.
Was Frank Bsirske von den Ausnahmen hält und wie die CDU Bundestagsabgeordnete Gritta Connemann dazu steht, kann in der Mittelbayrischen Zeitung nachgelesen werden.

Zeitungsverleger bekräftigen ihre Ablehnung des Mindestlohns

In einer heute erschienenen Pressemitteilung fordert der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Ausnahmen vom Mindestlohn. Für die Zustellerinnen und Zusteller der Zeitungen sollen nach Willen des BDZV Löhne unter 8,50 € auch künftig legal sein. Die Meldung des BDZV im Wortlaut:

Appell an Politik: Zeitungen brauchen dringend Sonderregelung beim Mindestlohn
Die Zeitungsverleger appellieren an die Politik, beim Mindestlohn eine Sonderregelung für die Tagespresse vorzusehen. Wer es mit der Rolle der Zeitung für die politische Meinungs- und Willensbildung ernst meine, der dürfe bei der Einführung des Mindestlohns nicht dogmatisch vorgehen, erklärte der BDZV heute in Berlin. Weiterlesen

Mindestlohn-Tour

Wir bringen die Forderung nach einem Mindestlohn ohne Ausnahmen auf die Straße. Unsere Termine und weitere Bilder findest du auf der Facebookseite der Minestlohn-Experten.

DGB-Chef Sommer meldet sich zu Wort

DGB-Chef Michael Sommer hat sich im Vorwort zum DGB-Mediennewsletter zu Wort gemeldet. Wir veröffentlichen seine Botschaft im Wortlaut:

Kein Mindestlohn für Zusteller? Ungerecht und ungerechtfertigt!

Es wäre wahrscheinlich zu viel verlangt, würde man von den Verlegerinnen und Verlegern eine Unterstützung für den Mindestlohn erwarten. Aber die geballte Ablehnung der Zeitungsverlage in Sachen Mindestlohn für Zeitungszustellerinnen und -zusteller ist ärgerlich, peinlich und nicht nachvollziehbar. Die Verlage verlangen für sich das Sonderrecht, den Zustellerinnen und Zustellern auch künftig die gerechte Entlohnung ihrer Arbeit verweigern zu dürfen. Einen plausible Begründung für dieses Sonderrecht gibt es nicht. Das können die Verlegerinnen und Verleger nun auch schwarz auf weiß in einem Rechtsgutachten nachlesen, dass die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Auftrag gegeben hat. Die absurde Argumentation der Verleger, der Mindestlohn für die Zeitungszustellung beeinträchtige die Pressefreiheit, ist damit eindeutig widerlegt.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) täte nun gut daran, das Angebot von ver.di anzunehmen, schnellstens in Tarifverhandlungen einzutreten und die Ausgestaltung es Mindestlohns zu verhandeln. Diese hatten die Verleger in den vergangenen Jahren verweigert, jetzt ist es an der Zeit diese Blockadehaltung aufzugeben. Die Zeitungszustellerinnen und -zusteller haben dasselbe Anrecht auf gerechte Bezahlung wie alle anderen Beschäftigten. Beim Mindestlohn mit zweierlei Maß zu messen wäre ungerecht und ungerechtfertigt. Für die Gewerkschaften ist klar: Ausnahmen nach Gusto der einzelnen Branchen sind tabu!

Michael Sommer

Zeitungszusteller: Unterwegs, wenn alle anderen noch schlafen

Bezirk 01086, Tour 1141

Ginge es nach der CDU/CSU und den Zeitungsverlegern, würden die 300.000 Zeitungszusteller/innen in Deutschland vom gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde ausgeschlossen. Auf Tour mit einem Zusteller, der das ganz anders sieht.

Wie ein roter Blitz im trüben, gelblichen Licht der Straßenbeleuchtung. Hans-Dietmar Hölscher (63), genannt Didi, geht auf Tour in der nächtlichen Altstadt von Bielefeld. Der Zeitungszusteller ist unterwegs, wenn alle anderen noch schlafen. Er kenne, sagt er, alle Briefkästen im Viertel rund um das Rathaus, „nicht aber die Menschen, die dahinter stecken“. Manchmal trifft er einige, wenn sie zu lange gefeiert haben und auf dem Heimweg sind.

Im dunklen Schatten der Nicolaikirche am Ende der Niedernstraße stapeln sich um drei Uhr nachts vor dem … –> zur Reportage

Impressionen aus der Berliner ver.di-Zentrale:

Wir sind für den Mindestlohn: Ohne Ausnahmen. Ohne Schlupflöcher.

MdB Andreas Rimkus (SPD) aus Düsseldorf antwortet

In seiner Antwort an den verd.di-Bezirk Düsseldorf erklärt der SPD Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD), dass seine Partei eine klare Position habe: „Wir wollen keine Branchen-Ausnahmen beim Mindestlohn und vertreten in dieser Frage daher die gleiche Position wie die Gewerkschaft ver.di.“ Es freut uns zu hören, dass der Abgeordnete Rimkus der Verlegerlobby standhält. Seine ungekürzte Antwort ist hier nachzulesen.

Verlegerlobby stoppen – Mindestlohn auch für Zeitungszusteller

Artikelbild-FacebookUnterzeichne jetzt unsere Petition. ZeitungszustellerInnen haben einen knochenharten Job, trotzdem verdienen viele weniger als 8,50 Euro in der Stunde. Mit Einführung des Mindestlohns sollte sich das eigentlich ändern, doch die Verlegerlobby ist dagegen. Sie versucht nun Politiker zu beeinflussen und eine Ausnahme vom Mindestlohn durchzusetzen. Das wollen wir verhindern und bitten dich, unsere Petition an Andrea Nahles zu unterzeichnen. Falls du dich darüber hinaus engagieren möchtest, haben wir Vorschläge, wie du aktiv werden kannst.