DGB: Weitere Mindestlohn-Ausnahmen sind inakzeptabel

Der DGB hat den Mindestlohn gemeinsam mit ver.di und der NGG in einer mehrjährigen Kampagne auf die politische Agenda gehoben. Nun versucht die Bundesregierung Ausnahmen für ErntehelferInnen und ZeitungszustellerInnen ins Gesetz zu schreiben. Hierzu erklärte Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied:

„Der DGB hat immer deutlich gemacht, dass es keine Ausnahmen beim Mindestlohn geben darf. Bei dieser Position bleibt es. Wenn die Koalition weitere Ausnahmen beschließen sollte, wonach es jetzt aussieht, dann ist das ein schwere Fehler und widerspricht dem, was den Menschen versprochen wurde: ein Mindestlohn, der als untere Anstandsgrenze für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gilt und sie schützt.

Es ist völlig inakzeptabel, dass es für die Arbeit von Erntehelfern und Zeitungszustellern Sonderregelungen gibt und insbesondere die Zusteller schlechter bezahlt werden. Ausgerechnet den Beschäftigten mit besonders schweren Arbeitsbedingungen wird noch mehr zugemutet – das ist für den DGB nicht akzeptabel.“

DGB und ver.di werden sich weiterhin für die ZeitungszustellerInnen stark machen. So geht es weiter:

Am Montag, 30.06.2014 findet um 10 Uhr eine Kundgebung in Berlin statt. Zwischen dem Paul-Löbe-Haus und Kanzleramt zeigen wir dem politischen Berlin: Der Mindestlohn muss kommen, ohne Ausnahmen.

Zum Aufruf (PDF-Dokument, 307.4 KB)